Bauarbeiten auf der Kirchgasse

In den nächsten Monaten wird es zu starken Einschränkungen beim Zugang zur Stadtkirche in Leutenberg kommen!

Grund sind Baumaßnahmen auf der Kirchgasse. Es werden die Abwasserkanalisation und die Trinkwasserleitung erneuert sowie die oberirdische Stromleitung in die Erde verlegt.

Die Baumaßnahmen beginnen am 16. März 2026 und enden voraussichtlich erst Ende September 2026.

In dieser Zeit ist das Befahren der Kirchgasse nicht möglich und der barrierefreie Zugang mit Rollator oder Kinderwagen kann nicht garantiert werden.

Es wurden zudem Stromausfälle angekündigt, wodurch es zu Einschränkungen in der Büroarbeit und der telefonischen Erreichbarkeit kommen kann.

Bauarbeiten auf der Kirchgasse
Bauarbeiten auf der Kirchgasse

2. Kinderkirchennacht in Leutenberg

Auch in diesem Jahr können Kinder in der Kirche mit uns übernachten!

Merken Sie sich das erste Wochenende der Sommerferien (4. bis 5. Juli) vor!

Dabei gibt es ein spannendes Thema, ein tolles Abendessen, Kreativzeit und eine traumhafte Nacht.

Am nächsten Morgen feiern wir eine kleine Andacht und frühstücken noch gemeinsam, gerne auch mit den Eltern. Dann können die Kinder etwas von ihren Erlebnissen der Kinderkirchennacht erzählen und zeigen.

Ort: Kirche Leutenberg
Start: 4. Juli, 16.00 Uhr
Ende: 5. Juli, etwa 9.30 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Kinder begrenzt. Bitte bis zum 21. Juni bei Pfarrerin Zeppin oder bei Sandra Breul anmelden.

Arthur und die Zahlen in der Bibel

Hallo liebe Menschenfreunde,

heute gibt es wieder eine neue Geschichte von mir und zwar geht es dabei um Zahlen. Ich bin ja eigentlich ein guter Schüler, aber Mathe ist nicht so mein Ding. Mit Zahlen kann ich halt einfach nicht so viel anfangen. Natürlich weiß Opa Ameise Rat und hat mir wieder einiges dazu erzählt.

„Auch in der Bibel, deinem Lieblingsbuch kommen viel Zahlen mit ihren Bedeutungen vor, komm wir schauen sie uns gemeinsam an. Wir starten mit der Zahl 1. Sie steht für das Einheitliche, die absolute Vollkommenheit und die Ungeteiltheit Gottes. Sie betont den Monotheimus, was bedeutet, dass die Menschen an den einen Gott glauben. Im Neuen Testament sagt Jesus außerdem, dass er und Gott eins sind. Die Eins steht außerdem für den Beginn und das Einzigartige wie bei der Erschaffung des ersten Menschen Adam.

Die Zahl 2 steht für die Polarität, wie zum Beispiel das Männliche und Weibliche oder den Himmel und die Erde. Auch die Bibel selbst ist in zwei Teile – das Alte und das Neue Testament – eingeteilt, die sich gegenseitig bedingen und eine Einheit bilden. Die Zwei ist außerdem die Zahl der kleinstmöglichen Gemeinschaft. In der Bibel heißt es so beispielsweise von Jesus: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Er verspricht damit eine christliche Gemeinschaft und seine Gegenwart, auch im kleinsten Kreis oder im Gebet, unabhängig von großen Strukturen.

Die nächsten Zahl ist deine Lieblingszahl – die 3. Sie ist die Gotteszahl, weil sie für die göttliche Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist steht. In der Bibel ist in deiner Lieblingsbibelstelle die Rede von die göttlichen Tugenden. Es sind der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Von Jesus heißt es, dass er am 3. Tag nach seinem Tod aufer-standen ist von den Toten.“

„Aha, jetzt weiß ich auch, warum immer alle sagen, dass alle guten Dinge Drei sind. Und du hast Recht Opa, die 3 ist meine Lieblingszahl. Bei unserem Ameisenhaufen kommt sie gleich zwei Mal vor. Wir haben nämlich die Hausnummer 33.“

„Ok, mein kleiner Arthur, machen wir weiter in unserer Reihenfolge. Nun sind wir also bei der Nummer 4. Sie ist die Zahl der irdischen, also weltlichen, Dinge. So gibt es beispielsweise vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente und die vier Jahreszeiten. Die Vier ist in der Bibel das Zeichen der Vollständigkeit. So gibt es vier Evangelien im Neuen Testament und die vier sogenannten Kardinaltugenden: Gerechtigkeit, Mäßigung, Tapferkeit und Klugheit.

Die 5 ist ein Zeichen für Gottes Gnade. Der erste Teil der Bibel besteht aus den fünf Büchern Mose. Er empfing insgesamt 10 Gebote zu je fünf, aufgeschrieben auf zwei Stein-tafeln. Jesus soll bei seiner Kreuzigung fünf Wundmale gehabt haben.

Bei der Zahl 6 reden wir von der Symbolzahl des Menschen mit allen seinen Sünden und Schwächen. Er wurde am 6. Tag der Schöpfung von Gott geschaffen. Die Zahl ist gleichzeitig auch ein Symbol für das Düstere und das Unheil. Deshalb wird sie oft auch im Zusammenhang mit dem Teufel genannt.

Die 7 ist die Zahl der Vollkommenheit. Am siebten Tag vollendete Gott seine Schöpfung. Neben der Zahl 3 ist auch sie eine Gotteszahl, weil er der Einzige ist, der perfekt ist. Sie verbindet als Summe aus 3 und 4 das Göttliche und das Menschliche. Auch in zwei bekannten Bibelgeschichten für Kinder kommt die Zahl sieben vor. Du kennst doch die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern, mein kleiner Arthur!? Dort träumt der Pharao von sieben fetten und sieben mageren Jahren. In der Erzählung von der Speisung der 4000 wurden sieben Brote an die Menschen verteilt.

Die nächste Zahl ist die 8. Sie ist das Symbol der Auferstehung und des Neuanfangs. Gott rettete acht Menschen in der von Noah gebauten Arche. Die Bergpredigt Jesu enthält acht Seligpreisungen für die christlichen Menschen.“

„Und weißt du, was das coole an der Zahl 8 ist, Opa?! Wenn man sie auf die Seite legt erhält man das Symbol für die Unendlichkeit.“

„Genau. Weiter geht´s mit der 9. Sie steht für die dreifache Dreiheit Gottes. Denn, diese Matheaufgabe ist leicht, Arthur, drei mal drei ergibt neun. In der neunten Stunde soll Jesus am Kreuz gestorben sein, so steht es in der Bibel.

Die Zahl 10 steht für die Vollkommenheit und Perfektion. So hat Gott den Menschen 10 Gebote gegeben, an die sie sich halten sollen. Andererseits gab es aber auch 10 Plagen als Strafe für die Ägypter. Puh- ganz schön viele Zahlen, aber gleich haben wir es geschafft. Drei Zahlen sind in der Bibel noch interessant. Und da ist sie wieder, die Lieblingszahl.

Sprechen wir zunächst über die Zahl 12. Zuerst schauen wir uns an, was alle Menschen und Tiere betrifft. Der Tag lässt sich in zwei Mal zwölf Stunden einteilen und das Jahr besteht aus 12 Monaten. In der Bibel gibt es die zwölf Bücher der kleinen Propheten. Es ist die Rede von einem Volk Gottes bestehend aus zwölf Stämmen und von zwölf Aposteln Jesu als Repräsentanten für das neue Gottesvolk.

Die Zahl 40 ist die Zahl der Prüfungen. Die Wüstenwanderung der Israeliten dauerte 40 Tage und auch Mose war so lange Zeit auf dem Berg, um nahe bei Gott zu sein. Die Passionszeit dauert vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag und umfasst somit 40 Tage. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus seinen Jüngern am 40. Tag.

Zum Schluss möchte ich dir noch etwas zur 50 erzählen. Sie ist die Zahl der Einheit und der Vereinigung nach göttlichem Willen. 50 Tage nach der Auferstehung Jesu feiern Christen das Pfingstfest und somit den Geburtstag der Kirche.“

„Cool. Jetzt will ich mich doch wieder etwas mehr im Matheunterricht anstrengen. Schaut doch gerne mal in der Bibel nach, wenn ihr jetzt auch neugierig geworden seid.“

Liebe Grüße und bis bald

Euer Arthur Ameise

Konzert mit dem Gospelchor „Voices of life“

Am Sonntag, dem 26. April um 16.00 Uhr begrüßen wir den Gospelchor „Voices of life“ zu einem Frühlingskonzert in unserer Steinsdorfer Kirche.

Der 2006 gegründete Chor aus Saalfeld hängt seinen Slogan hoch. Sie wollen Stimmen des Lebens – ob Handwerker oder Lehrer, Krankenschwester, Koch oder Prediger – in einer singenden Gemeinschaft vereinigen, die Kultur der Spirituals & Gospels bewahren und gleichsam ihre ganz eigene Note einfließen lassen.

Ihre Lieder basieren auf den Erlebnissen, der von Unterdrückung und Folter gezeichneten Sklaven in Amerika. Sie stehen für die Hoffnung auf Freiheit sowie den Mut und die Stärke, das Leben zu meistern und niemals aufzugeben.

Diese ursprüngliche Bedeutung nicht zu vergessen, ist ein Anliegen von „Voices of life“. Traditionelle Trommeln, Klavier, solistische Einlagen und viele a capella Songs unterstreichen diesen Charakter.

Orgelkonzert mit 4 Händen und 4 Füßen

Achtung: Änderung des Ortes!

Aufgrund der Bauarbeiten auf der Kirchgasse wird das Konzert am Freitag, dem 10. April um 19:30 Uhr nicht in der Stadtkirche Leutenberg, sondern in der Kirche in Steinsdorf stattfinden.

An diesem Abend ist die Barock-Orgel (erbaut um 1800) in einem beschwingten und humorvollen Konzert mit 4 Händen und 4 Füßen sowie gleichzeitiger Video-Übertragung der Orgel-Spielanlage auf eine große Leinwand im Kirchenraum zu sehen und zu hören.


Die Konzertbesucher erwarten Tänze, Märsche, Walzer, Tango, Polka, Ländler, Swing, Blues, Cha Cha Cha, Boogie und Co. von Elias Nikolaus Ammerbach, Giovanni Morandi, Elsbeth Forrer, Thomas P. Westendorf, u. a.

Ca. 10 Minuten vor Konzertbeginn gibt es ein kleines Vorprogramm mit kurzer Orgel-Vorführung, bei der die Besucher Einblicke in die Funktionsweise und Klangmöglichkeiten der Orgel bekommen.

Der Eintritt ist frei – Kollekte wird erbeten.

Passionsmusik des Posaunenchors

Palmsonntag, wann war das eigentlich?

Er steht vor der Woche mit den Osterfeiertagen im Kalender. Bevor wir richtig feiern, kommen noch ein paar Tage, die an die letzten Stunden erinnern, die Jesus in Jerusalem erlebt hat.

Ein letztes Mal sitzt er mit seinen Freunden und Begleitern zusammen und feiert das mit Brot und Wein, so wie es die jüdische Tradition ist. Dann geht er in die Stadt. Auf einem Esel reitend wird er von den Menschen begrüßt. Palmwedel breiten sie vor ihm aus.

Sie erwarten den Mann, der sie endlich von der römischen Besatzungstruppe befreien wird. Doch die Enttäuschung ist groß. Jesus predigt Vergebung statt Hass. Er wird als Betrüger verurteilt und am Kreuz aufgehängt, damit er einen qualvollen Tod stirbt.

Aus ist es mit der Liebe, die stärker ist als der Tod – oder? Aber das hat Zeit bis Ostersonntag. Davor bringen Palmsonntag, Gründonnerstag und Karfreitag diese Geschichten auf die Kirchenkanzeln.

In der Passionsmusik, zu der der Posaunenchor Leutenberg für Sonntag, den 29. März um 10:00 Uhr in die Leutenberger Stadtkirche einlädt, werden Stücke erklingen, die nachdenklich an dieses Schicksal erinnern.

Zu hören ist unter anderem eine Ballade des 1971 geborenen Kirchenmusikers Traugott Fünfgeld. Eine Trauermusik des englischen Musikers Henry Purcell (1659-1695), die er anlässlich der Beerdigung von Königin Mary II. von England geschrieben hat, erinnert uns daran, was trotz Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit wichtig bleibt: „Barmherziger Heiland … führe uns nicht in Versuchung in unserer Todesstunde, dass wir dich nicht verlassen!“

Denn dieser Anker im Leben schenkt Hoffnung. Der Hinweis auf das Licht des Osterfestes und das, was uns vereint, leuchtet auf, wenn wir mit dem Vers eines beliebten Oster-Liedes singen: „Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün!“ Und das immer wieder neu.

Arthur Ameise und die Berufe in der Kirche

Hallo und willkommen im Jahr 2026. Ich darf auch in diesem Jahr wieder verschiedenste Themen rund um Religion und Kirche für euch mit meinem Opa zusammen besprechen und erklären. Das freut mich sehr.

Zur Christvesper sind natürlich wieder sehr viele Menschen an unserem Ameisenhaufen vorbeigelaufen. Sie haben sich dieses Mal über ihren Berufswunsch unterhalten. Ein Junge hat erzählt, dass er nach der Schule gerne einen Beruf in der Kirche haben möchte. Das finde ich persönlich ja ganz toll.

Aber ich frage mich, ob man da nicht eigentlich nur Pfarrer werden kann. Natürlich weiß Opa Ameise Rat. Wir setzen uns gemütlich zusammen auf sein Sofa und er fängt an, mir zu erzählen.

„Lieber Arthur, die Kirche hat tatsächlich viele Berufe zu bieten. Sie ist ja nicht nur das Gebäude, was man sieht und dort arbeiten auch nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer.

Die Kirche ist eine große Institution, die es in vielen Ländern der Erde gibt. Wie aktuell sie in dieser Zeit noch ist, haben wir beide ja schon einmal überlegt. Jedenfalls gibt es in der Kirche verschiedene Berufe, mit denen Menschen ihr Geld verdienen können.

Manche Männer und Frauen arbeiten aber auch ohne Geld für die Kirche. Das nennt man dann Ehrenamt. Ohne dieses würde die Kirche wahrscheinlich an manchen Stellen gar nicht so richtig funktionieren, weil oftmals einfach Hilfe von Freiwilligen gebraucht wird. Im Moment sind das über eine Million Menschen in ganz Deutschland.

Denn auch in der Kirche kann nicht einer alles alleine machen. Das kannst du dir wie in unserem Ameisenhaufen vorstellen, mein kleiner Arthur. Hier hat auch jeder seine feste Aufgabe und wird, wenn nötig, von den anderen Ameisen unterstützt.

Die verschiedenen Kirche haben auch unterschiedliche Strukturen. In der evangelischen Kirche ist es zum Beispiel folgendermaßen: Ganz unten steht die Gemeinde als Verbindung der Gläubigen.

Sie ist die kleinste örtliche Einheit und hat vor allem die Arbeit mit den gläubigen Menschen als Aufgabe. Eine Gemeinde wird in der Regel von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer geleitet. Seit den 1950er Jahren dürfen das auch Frauen.Er oder sie wird durch den Gemeindekirchenrat unterstützt. Dieser besteht aus Menschen, die nicht unbedingt einen religiösen Beruf haben, sogenannte Laien, und die von den übrigen Gläubigen gewählt wurden sind. Außerdem haben Pfarrer ab und an auch eine Sekretärin oder einen Sekretär.

Zusätzlich kann es auch sogenannte Lektoren geben. Sie müssen nicht Theologie studiert haben, aber sie dürfen trotzdem kirchliche Aufgaben übernehmen.

Ein wichtiger Teil am Beruf des Pfarrers ist das Halten von Gottesdiensten und Andachten. Verwaltungsaufgaben gehören auch zu dem Beruf dazu.

Außerdem sind Pfarrer in der Seelsorge und manchmal auch der Jugendarbeit, also der Christenlehre und dem Konfirmandenunterricht, tätig. Außerdem suchen sie den Kontakt zu den Gläubigen, beispielsweise bei Gemeindenachmittagen.

Außerdem arbeiten Diakone und Gemeindepädagogen für die Kirche. Sie haben oft einen erzieherischen Schwerpunkt, indem sie z.B. Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestalten.

Wichtig sind auch die Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen, die Chöre leiten, das tolle Instrument Orgel spielen und Gottesdienste musikalisch mitgestalten.

Auch Erzieherinnen und Erzieher sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind von der Kirche beauftragt und arbeiten in der Regel im pädagogischen Bereich mit Kindern.

Daneben gibt es soziale Berufe in der Diakonie und praktische Berufe wie in der Friedhofsverwaltung oder als Küster. Diese übernehmen organisatorische Aufgaben rund um Gottesdienste und das Gemeindehaus.

Insgesamt wird in 12.000 Kirchgemeinden in Deutschland der Glaube somit gelebt und sichtbar. Über den Sonntagsgottesdienst hinaus sind sie Treffpunkt im Alltag und Ausgangspunkt vielfältiger Aktivitäten und persönlichen Engagements für unsere Gesellschaft. Das ist die Basis der evangelischen Kirche.

Die nächste Ebene nach der Gemeinde ist der Kirchenkreis. Er umfasst mehrere Gemeinden und übernimmt übergreifende Aufgaben, wie die Verwaltung, die Krankenhausseelsorge und die Menschen dort kümmern sich um andere regionale Dinge.

Geleitet wird der Kirchenkreis von einer Superintendentin oder einem Superintendenten. Sie oder er ist eigentlich auch ein Pfarrer, der zum Beispiel Gottesdienste hält.

Jeder deutsche Kirchenkreis gehört zu einer der 20 Landeskirchen, deren Gebiete nicht den Grenzen der Bundesländer entsprechen, was etwas mit der Geschichte der Kirche zu tun hat.

Die jeweilige Landeskirche ist für Finanzen, Personal und die Ausbildung in ihrem Bereich zuständig ist. Außerdem betreibt sie in vielen Fällen die Öffentlichkeitsarbeit.

Hier in unser Region von Deutschland heißt die Landekirche Evangelische Kirche Mitteldeutschlands (kurz: EKM). Die Landeskirche wird von einer Bischöfin oder einem Bischof geleitet.

Außerdem werden Landeskirchen von sogenannten Synoden vertreten. Für die Erfüllung der ganzen Aufgaben, braucht es natürlich auch verschiedene Mitarbeiter, z.B. in unterschiedlichen Büros.

Über all dem steht die Evangelische Kirche Deutschlands (kurz: EKD). Sie unterstützt die Gliedkirchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und nimmt gesamtkirchliche Aufgaben wahr.

Sie fördert Aktivitäten, die für die gesamte evangelische Kirche wichtig sind, wie zum Beispiel Diakonie, Mission, Bildung und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen.

Außerdem nimmt die EKD auf Grundlage des Evangeliums öffentlich Stellung zu den gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart.

Auf allen Ebenen gibt es auch Verwaltungsmitarbeiter, die die Gemeinden und kirchlichen Werke unterstützen. Das sind dann sozusagen Menschen, die im Büro und nicht unmittelbar mit den Menschen vor Ort arbeiten.

Einen Papst, wie in der katholischen Kirche, gibt es in der evangelischen Kirche aber nicht. Für die kirchlichen Berufe sind oft spezielle kirchliche Ausbildungen oder ein Studium notwendig. Viele Berufe lassen sich auch durch Praktika, Freiwilligendienste oder Quereinstiege erkunden.“

„Das ist ja cool Opa. Da kann man ja in der Kirche tatsächlich einigen Berufen nachgehen. Vielleicht wäre das ja auch etwas für mich, wenn ich mal groß bin. Und das mit dem Ehrenamt in der Ameisenkirche, das überlege ich mir auf alle Fälle.

Ich finde es schön, wenn man Menschen helfen oder sie glücklich machen kann, auch ohne immer gleich Geld dafür zu bekommen. Manchmal ist dann schon der Dank oder das schöne Gefühl die beste „Bezahlung“. Ich kann mir vorstellen, dass die Kirche auch immer wieder Menschen sucht, die so etwas als Herzensangelegenheit machen.

Mit diesen wertvollen Gedanken wünsche ich auch eine schöne Winterzeit und wir lesen uns dann im Frühjahr wieder.“

Euer Arthur Ameise.

Bibelwoche 2026

Vom Feiern und Fürchten

Von Montag, dem 9. März bis Freitag, dem 13. März laden wir herzlich ein in den Gemeinderaum im Pfarrhaus von Leutenberg zu den Abenden der Bibelwoche.

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr. Pfarrerin Winter, Diakon Wöckel, Pfarrer Gindler, Pfarrer Göbke und Pfarrerin i.R. Schubert werden uns in diesem Jahr das Buch Ester näher bringen.

Herzliche Einladung dazu!

Weltgebetstag 2026

In diesem Jahr laden uns Frauen aus Nigeria ein, den Gottesdienst zum Weltgebetstag mit ihnen zu feiern.

Wir lernen das bevölkerungsreichste Land Afrikas kennen – ein aufstrebendes Wirtschaftsland, vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. In Nigeria leben über
230 Millionen Menschen in über 250 Ethnien. Im Land mit einer der weltweit jüngsten Bevölkerungen werden über 500 Sprachen gesprochen.

Die Frauen Nigerias tragen aber nicht nur ihre Lasten traditionell auf dem Kopf, sie tragen auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt.

Im Gottesdienst erfahren wir von den sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen, den gewaltsamen Konflikten, der Armut undPerspektivlosigkeit der Menschen im Land. Trotz der Herausforderungen bewahren sich viele Menschen ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in Gott und schöpfen daraus Kraft. Darüber berichten christliche Frauen aus Nigeria in ihren Liedern, Gebeten und Lebensgeschichten zum Weltgebetstag.

Für sie sind die Worte von Jesus im 11. Kapitel des Matthäusevangeliums ein Lebenselixier: „Kommt! Bringt eure Last.“

Wir wollen uns anstecken lassen von ihrem Mut, ihrer Hoffnung und ihrem Durchhaltevermögen.Wir laden recht herzlich ein zum Gottesdienst des Weltgebetstags am Sonntag, 8. März um 14:00 Uhr in der Friedenskirche der Methodistischen Gemeinde, Ilmtal 1 in Leutenberg.

© 2024 World Day of Prayer International Committee, Inc.

Monatsspruch für Februar

Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute,
das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.

5. Mose 26, 11

„Hallo, Mama!“ Mein achtjähriger Sohn stellt schnell den Ranzen in die Ecke und kommt mit offenen Armen auf mich zu. „Hallo, mein Schatz. Ich freu mich, dass du da bist.“ sage ich. „Wie war der erste Tag nach den Ferien?“ Die Frage kann ich mir nicht verkneifen. „Gut“, sagt er. „Ich habe mich die ganze Busfahrt darauf gefreut, dich wiederzusehen.“ Seine Arme umschlingen mich fest und seine wilden Haare kitzeln mich an der Wange. „Genießen und festhalten“, denke ich während ich vor mich hin lächle. Und dann ist er auch schon wieder vorbei, dieser Marmeladenglasmoment.

Kennen Sie auch solche Marmeladenglasmomente?

Situationen und Momente, die so schön, süß und wertvoll sind, dass man sie in ein Glas stecken und einkochen möchte, damit sie für immer genau so bleiben. Damit sie nicht verloren gehen und man jederzeit eins öffnen kann. Dann kann man den Moment wieder riechen. Man steckt den Löffel ins Glas und da ist er wieder, in all seiner Süße und Einzigartigkeit. Sofort gibt der Moment Kraft und macht das Herz wieder leicht.

In meinen Erinnerungen ist das Regal mit solchen Gläsern gut gefüllt. Was für ein Schatz. Und den brauche ich auch. Die dunklen Tage nach Weihnachten, die oft so trüb sind und der Frühling noch nicht so recht loslegen will, die schlagen mir oft aufs Gemüt.

Morgens will es einfach nicht hell werden, die Waldwege sind matschig, die Bäume grau, genauso wie die Scheiben der Autos. Die Lichter sind schon längst aus den Fenstern verschwunden. Ich bin irgendwie antriebslos und ein bisschen mutlos. So geht das nicht, denke ich. Und dann suche ich etwas, was meine Energie zurück bringt, mich fröhlich auf den Tag schauen lässt.

Ganz bewusst gehe ich dann in meinem Marmeladenglasregal stöbern. Ich nehme den großen Löffel mit, denn gerade brauche ich das. Ich öffne Gläser voller Lachen und Umarmungen, voller schöner Strandtage und guter Musik. Da sind gute Worte, die mir zugesprochen wurden, Konflikte, die bereinigt werden konnten, Gebete für mich und andere.

Manchmal nehme ich mir auch eine kleine Hilfe dazu. Ich blättere durch die Bilder auf meinem Handy, stöbere durch Karten, die ich bekommen habe, schlage die Bibel auf, lese vertraute, gute Worte. Ich merke schnell, wie sich etwas in mir verändert. Der Mut und die Lebensfreude erwachen, strecken sich, wieder bereit zu tragen. Und vor allem wieder bereit, ganz bewusst hinzuschauen, zu sehen, was uns im Leben geschenkt ist, bereit neue Marmeladenglasmomente zu sammeln.

Offene Herzen und viele volle Gläser wünscht

Ihre Pfarrerin Sarah Zeppin.